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Page 1: Der Strom für die Zukunft
Die Herausforderungen beim Umbau der Energieversorgung sind enorm. Es geht einerseits darum, alle Akteure einzubinden. Es gilt die Potenziale der kleineren, dezentralen Anlagen auszunutzen und das Stromangebot durch zentrale Großanlagen wie Offshore-Windkraftanlagen im Norden sowie große Solarstrom-Anlagen wie beim Projekt Desertec im Süden zu ergänzen. Eine zentrale Herausforderung ist dabei – um die Schwankungen bei Wind und Sonnenschein auszugleichen – der Aufbau eines „intelligenten“, bedarfsgesteuerten europaweiten Stromnetzes (SuperSmart Grid). Die Basis für das SuperSmart Grid muss jetzt schnell gelegt werden. Germanwatch arbeitet mit NGO-Partnern, Unternehmen und Politikern an konkreten Schritten, um dieses Ziel zu erreichen.
Wer wir sind und was wir wollen
„Hinsehen, Analysieren, Einmischen“ unter diesem Motto engagiert sich Germanwatch für globale Gerechtigkeit sowie den Erhalt der Lebensgrundlagen und konzentriert sich dabei auf die Politik und Wirtschaft des Nordens mit ihren weltweiten Auswirkungen. Die Lage der besonders benachteiligten Menschen im Süden bildet den Ausgangspunkt des Einsatzes von Germanwatch für eine nachhaltige Entwicklung. Unseren Zielen wollen wir näher kommen, indem wir uns für die Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels, faire Handelsbeziehungen, einen verantwortlich agierenden Finanzmarkt und für die Einhaltung der Menschen rechte stark machen. Germanwatch finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen der Stiftung Zukunftsfähigkeit sowie aus Projektmitteln öffentlicher und privater Zuschussgeber. Möchten Sie die Arbeit von Germanwatch unterstützen? Wir sind hierfür auf Spenden und Beiträge von Mitgliedern und Förderern angewiesen. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.germanwatch.org oder bei einem unserer beiden Büros: Germanwatch Büro Bonn Dr. Werner-Schuster-Haus Kaiserstr. 201, D-53113 Bonn Telefon +49 (0)228 / 60492-0, Fax, -19
10 0 % Z U K U N F T
Eine grüne Stromversorgung für Europa bis zur Mitte des Jahrhunderts DIE KAMPAGNE
Foto: © PIXELIO
: Panton, fotolia. de Foto
Foto: Renewables Grid Initiative
Foto: Lärpel, flickr
Undogmatisch neue Wege beschreiten: Antonella Battaglini vom PIK ging gemeinsam mit Germanwatch und dem WWF auf die großen Netzbetreiber 50 Hertz Transmission (ehem. Vattenfall Europe Transmission) und TenneT zu. Seit Juli 09 stellt man als „Renewables Grid Initiative“ gemeinsam Forderungen an die Politik.
Germanwatch Büro Berlin Voßstr. 1, D-10117 Berlin Telefon +49 (0)30 / 288 8356-0, Fax -1 E-mail: info@germanwatch.org Internet: www.germanwatch.org Spendenkonto: Konto Nr. 32 123 00, BLZ 100 205 00, Bank für Sozialwirtschaft AG
Page 2: Die Sensation zu Beginn:
Erneuerbare Energien haben heute schon einen Anteil von 16 % am Energiemix. Noch 1995, als die Umweltministerin Frau Merkel hieß, lag der Anteil gerade mal bei 4 %. Die heute erreichten Werte erschienen damals vielen Men schen als realitätsfern. Wer heute die Deutschen repräsentativ befragt, wie der Stromträger der Zukunft aussehen soll, erhält eine klare Antwort: 81 % sprechen von den Erneuerbaren Energien, nur 7 % von der Kernkraft und gar nur zwei Prozent von der Kohle. Und damit sprechen sie aus, was auch wir vor Augen haben: Bis zum Jahr 2050 soll und kann ganz Europa mit grünem Strom versorgt werden. Germanwatch ist bereits in zahlreichen Initiativen und Netzwerken aktiv, deren Ziel eine klimafreundliche Energieversorgung ist. Germanwatch wird zudem gemeinsam mit Partnern im Rahmen der Kampagne 100 % Zukunft die notwendigen Prozesse und Dialoge zum Umbau der Energieversorgung mit gestalten und mit anstoßen.
Die Kampagne 100 % Zukunft
Mit der Kampagne 100 % Zukunft wird Germanwatch – gemeinsam mit Partnern – neue Wege gehen. Das Innovative an dieser Kampagne ist der doppelte Ansatz: einerseits durch klassisches Lobbying direkte Überzeugungsarbeit bei der Politik zu leisten, andererseits aber auch Menschen und die Wirtschaft zu motivieren, sich lokal und regional zu vernetzen und die Politiker vor Ort „in die Pflicht zu nehmen“. Ab Herbst 2010 wird die Kampagne hier nach dem Motto vorgehen: „1R10, 10R100, 100R1000“
Gemeinsam mit Partnern
Die Zivilgesellschaft und Unternehmen aus zahlreichen Branchen spielen beim Umbau der Energieversorgung hin zu mehr Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle. Es gilt, gemeinsam die Chancen des notwendigen Umbaus hin zu einer klimafreundlichen und sicheren Versorgung mit Strom und Wärme zu nutzen und die Herausforderungen zu meistern. Germanwatch möchte deshalb im Rahmen der Kampagne Partner aus der Zivilgesellschaft und Wirtschaft für eine Zusammenarbeit auf Bundes-, lokaler und regionaler Ebene gewinnen und vernetzen. Hier sind verschiedene Formen der Kooperation und Partnerschaft denkbar. Etwa gemeinsam vor Ort in den ausgewählten Schwerpunktregionen Veranstaltungen wie Runde Tische zu organisieren, Leuchtturmprojekte durchzuführen und sich mit anderen Akteuren zu vernetzen. Germanwatch blickt auf eine langjährige, sehr konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft sowie mit Unternehmen und Vertretern der Wirtschaft zurück.
1R10
Wir wählen 10 Schwerpunktregionen aus, mit relevanten Politikern aus dem Bundestag und dem EU-Parlament, die eine wichtige Rolle beim Umbau der Energieversorgung spielen.
10R100
Mit unserem 100 %-Ziel...
sprechen wir nicht nur von einer Vision. Es geht vielmehr um einen schon eingeleiteten Umbau der Energieversorgung. 100 % steht nicht nur für 100 % Erneuerbare Energien und den entsprechenden Aus- und Umbau der Stromnetze, sondern auch für eine 100%ige Ausnutzung der großen Potenziale, die in einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz schlummern. Der Umbau der Energieversorgung ist eine große, aber bewältigbare Herausforderung. Nicht die technische Machbarkeit, sondern der politische Wille und die Dynamik entfesselnde Rahmensetzung sind die größten Hindernisse.
In diesen 10 Regionen sollen gemeinsam mit lokalen Partnern insgesamt 100 Multiplikatoren wie etwa Unternehmer, kirchliche Gruppen, andere Akteure der Zivilgesellschaft und Wissenschaftler gewonnen werden, die sich vernetzen, bei Veranstaltungen und Aktionen für die Ziele der Kampagne eintreten und in einen direkten Dialog mit den Politikern vor Ort treten.
¢ So schlossen sich in der Kampagne e-mission 55 etwa
120 Unternehmen zusammen, um trotz des Ausstiegs der USA auf das Inkraftsetzen des Kyoto-Protokolls zu drängen – letztlich erfolgreich; sam mit mehr als 100 Partnern aus der Zivilgesellschaft für mehr Klimaschutz ein;
¢ in der Klima-Allianz setzt sich Germanwatch gemein-
100R1000
Diese 100 sollen 1.000 weitere Aktivisten mobilisieren und damit den Kern einer „Klima-Bewegung“ bilden. Die zahlreichen neuen Formen der internetbasierten Kommunikation, die in den vergangenen Jahren bereits bei anderen Kampagnen erfolgreich eingesetzt wurden, werden auch bei der Kampagne 100 % Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Ein Herzstück der Kampagne wird deshalb eine interaktive Website bilden. Aber auch klassische Kampagnenmittel wie Zeitungsanzeigen werden eingesetzt. Zudem wird Germanwatch strategische Partnerschaften mit Stakeholdern aus der Zivilgesellschaft, der Politik, der Wirtschaft, den Kirchen, den Gewerkschaften und den Verbänden auf Bundes-, regionaler und lokaler Ebene knüpfen und ausbauen. Sollte eine Kooperation ab Herbst für Sie interessant sein, würden wir uns freuen, wenn Sie uns kontaktieren.
¢ in der Renewables Grid Initiative (siehe nächste Seite)
setzen wir uns für den intelligenten Ausbau des Stromnetzes ein, damit das Netz nicht zum Flaschenhals für den Ausbau von Erneuerbaren Energien wird.
Kontakt: Brick Medak medak@germanwatch.org Tel.: 0228/ 60492-36
Foto: Bertold Werkmann, Fotolia.com
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